Das Meer

la mer 1

La mer /Qu’on voit danser le long des golfes clairs /A des reflets d’argent /La mer /Des reflets changeants /Sous la pluie

La mer /Au ciel d’ete confond /Ses blancs moutons /Avec les anges si purs /La mer bergere d’azur /Infinie

Das Meer/ Man sieht es tanzen entlang klarer Golfküsten/ In silbernem Glanz/ Das Meer/ Schillernde Lichtreflexe/Bei Regen

Das Meer/Bei Sommerhimmel vermischt es/Seine weißen schäfchengleichen Schaumkronen/ Mit den Engeln so rein/Das Meer, azurblaue Schäferin/Endlose

 (Charles Trenet)

Es gibt Menschen, für die es nichts Schöneres gibt,  als sich am Meer von orkanartigen Windböen durchpusten zu lassen. Fröhlich stürzen sie sich in meterhohe Wellen, das Surfbrett und das Banana-Boat ist ihr zweites Zuhause. Beim Schnorcheln und Tauchen sind sie auf Du und Du mit Getier, dass nicht immer so niedlich winzig

Noch gibt das Meer sich unschuldig...

Noch gibt das Meer sich unschuldig…

wie im Aquarium daheim ist. Es kann nicht nass und wild genug sein,  ganz Verwegene springen sogar nachts vom Lagerfeuer auf und laufen juchzend und vollkommen unbekümmert in den dunklen Schlund des Grauens – als ob sie nie „Der weiße Hai“ gesehen hätten. Wissen sie denn nicht, was dann passiert?

Ich bin gerne AM Meer.  An sonnigen Tagen,  an denen maximal ein laues Lüftchen weht und der Sand schön durchgewärmt ist. Dann bin ich gerne bereit, Sandkuchen aus bunten Förmchen zu backen und all den Schwimmern, Surfern und Lenkdrachenbesitzern stundenlang zuzuschauen. Wenn die Sonne richtig steht und ein paar alte hölzerne Strandhäuschen zu finden sind, kann man super Strandfotos machen, die dann aussehen wie gekauft. Das Meer hat mir schon tolle Muscheln und großartige Sonnenuntergänge inclusive romantischem Meeresrauschen sowie grandiose Fotostrecken entlang des 17 Mile Drive geschenkt, so ist es nicht. Trotzdem sind wir irgendwie nicht kompatibel, das Wasser und ich.

...noch freut man sich auf das kühle Nass...

…noch freut man sich auf das kühle Nass…

IM Meer reicht meine Komfortzone bis zu den Knöcheln. Nein, bis zu den Knien. Na gut, maximal bis zur Hüfte. Das war meine Wohlfühlzone bis zu dem Tag, als ich auf Kuba mit einer Urlaubsbekanntschaft bis zum Bauchnabel im Wasser stand und sich plötzlich vor uns  eine meterhohe pockig-narbige Flosse aus dem Wasser erhob und behäbig wieder verschwand.  Im gleichen Land hat mich eine tollkühne Welle bei dem Versuch,  das ultimative Wellenfoto zu schießen, umgeworfen und pitschnaß  zappelnd  am Strand zurückgelassen.  Auf Mallorca fand ich mich nach einem kurzen Nickerchen auf einer durchsichtigen Luftmatratze – darauf hatte ich bestanden, denn ich wollte das Unheil von unten wenigstens zeitnah kommen sehen –  meilenweit vom Ufer entfernt wieder. Die Folge war ein tagelanger Muskelkater in den Armen vom panischen Zurückpaddeln und ein Sonnenbrand, der mir den Namen „PPPP – Peti’s puterroter Pavian-Po“ einbrachte. In der Dominikanischen

...ohne Argwohn geniesst man seine Nähe...

…ohne Argwohn geniesst man seine Nähe…

Republik stand ich Todesängste auf einem Jetski aus, mit dem mein Begleiter uns im rasenden Tempo weit hinaus aufs offene Meer fuhr. Überzeugt davon, dass unten in den Tiefen des Meeres  kichernd etwas darauf lauerte,  mich  HAPS!- mit einem Bissen zu verspeisen, bat ich darum, wieder ans Ufer gebracht zu werden, wo ich beim schwungvollen Absteigen ohne ein Wort wie ein Stein tief im Meer versank in der Annahme, ich könne dort bereits stehen.-  Ich habe Angst davor, dass mich eine Qualle berührt und ich eines qualvollen Todes sterben muss. Ich bin kein guter Schwimmer. Ich habe zu oft „Titanic“ gesehen, „Der Sturm“ ist für mich ein wahrer Horrorfilm. Wenn wir mal alt sind, würden Herr Petrömner und ich zu gerne eine Kreuzfahrt machen. Zu schade nur, dass sie auf dem Wasser stattfindet.

...und doch fordert es heimtückisch seine Opfer.

…und doch fordert es heimtückisch seine Opfer.

Wenn das Schiff wegen einer Monsterwelle untergeht, wird es keinen Platz mehr im Rettungsboot geben. Wir werden uns wie in „Die Höllenfahrt der Poseidon“ durch überflutete Maschinenräume kämpfen, werden am Ende gerettet und fahren anschließend in die Berge. Aber nur im Sommer, da ist keine Lawinengefahr.

 

 

 

 

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