Filmkritik: „Alles steht Kopf“ – Neues aus dem Hause Pixar

Offizielles Filmplakat zu "Alles steht Kopf". von links nach rechts: Angst, Wut, Freude, Kummer und Ekel.

Offizielles Filmplakat zu „Alles steht Kopf“. von links nach rechts: Angst, Wut, Freude, Kummer und Ekel.

Seit dem 01. Oktober 2015 läuft bei uns der neuen Computeranimationsfilm „Alles steht Kopf“ (Originaltitel „Inside Out“) aus dem Hause Pixar in den Kinos.  Die offiziellen Trailer zum Film sind zwar ungemein unterhaltend, reißen jedoch die hauptsächliche Botschaft des Filmes nur an, denn der geht wesentlich tiefer als das gezeigte.

Wir begleiten die kleine Riley vom Tag ihrer Geburt an und werden Zeuge ihrer ersten Emotion: Freude. Schon bald gesellen sich Kummer, Wut, Angst und Ekel dazu. Auf wunderbar leicht-lustige und doch tiefgründige Art und Weise wird aufgezeigt, wie  unsere fünf Emotionen im Laufe der Jahre miteinander und durch Erlebnisse von außen agieren, wie Erinnerungen einer Emotion zugeordnet und mittels Rohrpost am Ende des Tages im Langzeitgedächtnis abspeichert werden, warum manche zu Kernerinnerungen werden, die wir unser ganzes Leben lang abrufen können und andere wiederum auf einer riesigen Müllkippe landen, um dort im Laufe der Zeit verblassen – wir erinnern uns nicht mehr an sie.

Als Riley elf Jahre alt ist, werden durch einen Umzug nach San Francisco sprichwörtlich all ihre Gefühlen „auf den Kopf“ gestellt. Am ersten Schultag eskaliert die Situation, Riley kommen Freunde und Kummer sowie einige Kernerinnerungen abhanden. Während die verbliebenen drei Emotionen versuchen, die Situation zu retten, müssen Freude und Kummer den schnellstmöglichen Weg zurück in die Kommandozentrale finden, treffen dabei auf fast vergessene Erinnerungen, fahren mit dem Gedankenzug, gelangen in das Traum-Filmstudio und erkennen nebenher, dass die eine Emotion ohne die andere nicht sein kann.

Im Großen und Ganzen ein kluger Film für Erwachsene und eher ältere Kinder, der zum Nachdenken anregt, wie es wohl in unserer eigenen „Kommandozentrale“ aussieht und warum wir in bestimmten Situationen von unseren Gefühlen auf bestimmte Art und Weise gesteuert werden, warum wir oft traurig, dann wieder glücklich sind und wie es ausschaut in unserem Köpfchen, wenn wir resignieren.  Für Erwachsene ein großer Spaß, wenn aufgezeigt wird, wie verschieden es doch in Männer- und Frauenhirnen zugeht! Der spezielle, manchmal versteckte und unnachahmliche Witz fast aller Pixar-Filme kommt auch hier nicht zu kurz – klare Empfehlung und Daumen hoch!

https://www.youtube.com/watch?v=xhHkk1q04GA

https://de.wikipedia.org/wiki/Alles_steht_Kopf

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